SpVgg Mögeldorf gegen ASV Fürth am 18.09.19

Erste unterliegt Mögeldorf mit 2:0

Beim Favoriten der Kreisliga gab es für den ASV nichts zu holen, obwohl zwei sogenannte 100%-ige den Spielverlauf hätten auf den Kopf stellen können.

Die Heimelf war mit ihrem druckvollen und durchdachten Spiel über 90 Minuten lang überlegen. Sie hatten aber Mühe, in der ersten Halbzeit gefährlich vor unser Tor zu kommen. Hatte der Gastgeber mal die Möglichkeit, so war der Ausgangspunkt meist ein Fehler oder Unkonzentriertheiten von uns. So auch die Führung. Anstatt einen leichten Ball zu stoppen, wird er zur Vorlage eines Stürmers des Gegner, der gedankenschnell ins Zentrum zu einem Mitspieler passt und am stark reagierenden Döllfelder scheitert. Dessen abgewehrten Ball wollte Smakaj wegschlagen, dieser traf den Ball aber nicht und so konnte ihn der Gegner annehmen, ins Zentrum flanken. Renn hatte keine Mühe, den Ball zum 1:0 zu verwerten. Wir selbst hatten kaum bis gar keine Aktionen vor dem gegnerischen Tor. Ideenlos und zu langsam bewegten wir uns.

Auch nach einer deutlichen Ansprache in der Pause änderte sich im zweiten Durchgang NICHTS. In der 52. Minute standen wir wieder Pate zum 2:0. Wir haben an unserem Strafraum Ballbesitz, anstatt den Ball unter Druck des Gegners wegzuschlagen, versuchen wir es spielerisch. Prompt gelangt der Ball zum Gegner, der geschickt das Spiel auf den anderen Flügel verlagert. Anstatt energisch einzugreifen, lassen wir den Gegner zur Grundlinie durchlaufen, dieser passt in den Rücken unserer Abwehr ca. 13 m vor unserem Tor, der Spieler darf in Ruhe den Ball mit links annehmen, darf ihn sich auch noch ungestört auf seinen rechten Fuß legen um dann immer noch ungestört aussuchen, wo genau er ihn ins Tor befördert möchte. So verhalten sich nicht mal E-Jugendliche. Es hätte von der Heimelf das Ergebnis in die Höhe geschraubt werden können, aber gut vorgetragene Angriffe wurden entweder von unserem Torhüter oder deren Stürmer vereitelt. Wir waren ständig nur am hinterherlaufen, anstatt so gestaffelt zu agieren wie über weite Strecken des ersten Abschnitts. Dann haben wir in der 79. und 90. Minute zwei Konterchancen, die gut gespielt waren und Charni und Ay vergeben jeweils allein vor dem Torhüter. So hätte der Spielverlauf auf dem Kopf gestanden, aber wer so unkonzentriert und ohne Spannung ist, verballert auch beste Chancen.

Wenn wir weiterhin Zweikämpfen aus dem Weg gehen, zu bequem sind, uns zu unterstützen, keine Laufbereitschaft an den Tag legen, die Einstellung für das Hobby an den Tag zu legen dann sollte man sich hinterfragen, ob man die richtige Sportart gewählt hat. Um die Worte von Herrn Trappatoni zu benutzen: „Ich habe fertig!“

– R. Fischer, Trainer des ASV Fürth

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